Upcycling: Sternenhimmel-Adventskalender (perfekt für besonders faule Eltern)

Adentskalender Upcycling Beutelchen
Am Sonntag ist es wieder so weit, wir hängen den Adventskalender auf! Nachdem ich letztes Jahr mit der Fertigstellung reichlich knapp dran war, kann ich mich heuer ganz bequem zurücklehnen: alles schon fertig. Und nächstes Jahr auch. Und ALLE, ALLE, ALLE Jahre wieder. Ich bin vorbereitet. Wenn sie dann mal ausziehen darf einer die ungeraden Zahlen mitnehmen, der andere die geraden. Das ist fair, oder?

Genäht sind die Beutelchen aus einem alten Laken, blau gefärbt. Die Punkte und die Zahlen sind gebleicht. Nele hatte da mal was gezeigt, die Technik hatte es mir sofort angetan und wartete heimlich still und leise in einer Kleinen Schublade in meinem Hinterkopf auf ihren großen Auftritt… Zum Bleichen habe ich Chlorbleiche verwendet, weil ich davon noch eine sehr große Flasche herumstehen habe. Heute weiß ich, dass das Zeug nicht nur eine schlimme Umweltsauerei ist (das wusste ich schon vorher, aber in unserer alten Wohnung war das Bad nur sehr schwer schimmelfrei zu halten) sondern, und das war mir neu: sie ist auch völlig sinnlos: Chlor kann in praktisch jedem beliebigen Fall problemlos durch Wasserstoffperoxid ersetzt werden. Tut das, falls Ihr bei Gelegenheit Neuanschaffungen im Bleichebereich tätigt! Aufgetragen habe ich die Bleiche mit einem Haarpinsel, ganz so als würde man mit Wasserfarben malen, das ergibt ein entsprechendes Erscheinungsbild:

Upcycling Adentskalender Säckchen

(Selbstverständlich habe ich mich auch ein paar mal vermalt, aber hey, jedes Säckchen hat zwei Seiten!)

Die Bänder sind einfaches Baumwollgarn, der Stock ist ein ganz normaler Stock aus dem Wald. Hier könnt Ihr die Aufhängung mal etwas genauer betrachten:

Adventskalender Säckchen Aufhängung

Gefüllt wird mit übers Jahr gesammeltem Flohmarktkruscht, selbstgemachten Kinkerlitzchen und neuen Bastelscheren. Geöffnet werden die Säckchen übrigens abwechselnd und damit jeder immer weiß, wann er dran ist, hat der Lütte auch schon sehr eifrig Anhänger vorbereitet:

Adventskalender DIY Anhgänger

Wie wird das bei Euch so gehandhabt? Jedem Kind einen eigenen Kalender? Ganz großes Geteile? Womit befüllt Ihr? Können wir die Frage klären, ob die Säckchen bei Auszug gefüllt übernommen werden? Bekommt Ihr gar selbst noch Adventskalender von Euren Eltern? Und wie stehen Eure Eltern eigentlich zum Thema Erwachsenenadoption?

Heute ist Dienstag!

Caro sammelt hier Adventskalender, eine sehr gute Idee!

14 Kommentare zu “Upcycling: Sternenhimmel-Adventskalender (perfekt für besonders faule Eltern)

  1. Hej,
    bei uns sind es drei Kinder und ich habe jetzt 4 Jahre lang 72 Päckchen gepackt, davor weiter 2 Jahre 48 und davor 3 Jahre 24. Der Älteste ist jetzt 9. Seit zwei Jahren mault er, seine Geschenke im Adventskalender seien doof. Nicht bei jedem Geschenk, aber schon regelmäßig. Letztes Jahr fing der Kleine auch so an. Das Mittelmädchen freut sich über fast alles (aber es auch einfacher, mal eben eine hübsche Haarspange oder einen Labello einzutüten, als passende Geschenke für Jungs zu finden).
    Da habe ich schon vorletztes Jahr gedroht: Ich mache mir so eine Mühe und Gedanken, was euch gefallen könnte und ihr mault nur. Wenn das so bleibt, bekommt ihr nur einen gekauften Kalender. Letztes Jahr gleiches Spiel. Und weißte was: Ich habe es wahr gemacht und habe drei Playmo-Kalender gekauft und die Kidner bekommen nur zu den Adventssonntagen ein „richtiges“ Geschenk.
    Yeah! Mal sehen, wie die Brut reagiert.
    Grüße
    Steffi Fee

    1. Uiuiui. Das ist Anspruchsvoll, allerdings! Mal sehen, wann ich mit 24 Päckchen einknicke. Aber ich denke, dann werde ich es halten wie meine Eltern: Adventskalenderbuch, jeden Abend eine Geschichte, fertig ist der Lack!

  2. Tatsächlich kriege ich immer noch jedes Jahr einen Adventskalender von meiner Mama mit kleinen Päckchen. Seit ich keine Schoki mehr essen kann fällt ihr das Füllen deutlich schwerer, aber es macht mir sooo große Freude! :) Deine Jungs werden es sicher auch lieben ;)

    1. DAS WAR SO KLAR! Verflixt. Ich kann nur hoffen, dass sie nicht warten bis sie 40 sind oder so, bevor sich irgendjemand anders bereiterklärt ihnen die Beutelchen zu befüllen!

  3. Ich bekomme (hoffentlich dieses Jahr auch wieder) einen Adventskalender von meinen Chefs. So ein gekauftes Ding mit Schokolade. Früher hat Mutti mit Hingabe bis zu meinem Auszug auch immer einen gebastelt. Das war schön! Aber Weihnachten ist ja jetzt eh nicht so meine Lieblings-Festivität….

    1. Ich wiederhole mich, aber Deine Mutti hat ihren Job offensichtlich sehr ernst genommen! Das deute ich übrigens als Hinweis daraus, dass ich die Befüllung der Beutelchen bei Auszug an irgendwen anders abgeben kann. Wenn nicht mal Deine Mama das mehr macht, wer wäre dann ich…?
      Und Dein Chef weiß offensichtlich auch, wieder Hase läuft.
      Wegen Weihnachten, wir sind ja hier unter uns: vor den Kindern bestand die WG-Weihnachtsdeko HÖCHSTENS aus schwarzen Sternen. Weisste bescheid ;-)

  4. Aktuell habe ich einen gekauften Kalender fürs 2 jährige Tochterkind, das nur noch zu befüllen war. Die Füllung besteht aus kleinem Spielzeug (Playmobil), Aufklebern – zur Zeit ganz hoch im Kurs und Pixies – die gehen eigentlich immer.

  5. Huhu, meine liebe. Dein upcycling ist toll, das merke ich mir. :) und deine Idee mit dem Chlor ist auch unschlagbar, umweltsünde hin oder her. Ich hab mal mit Chlor einige Klamotten versaut, daher weiß ich, dass es bleicht wie nichts anderes. :)
    Lieben Dank fürs Verlinken und einen schönen Tag dir. Caro

  6. Wunderbare Idee, wunderschön geworden und was du schreibst bringt mich mal wieder zum Schmunzeln. Dieses Jahr hat der Patenonkel vom Großen Anfang November einen Playmo Kalender vorbei gebracht. Hmm. Weiß nicht so recht wie ich das finden soll, wo ich doch dieses Jahr eigentlich selber mal damit anfangen wollte. Andererseits hab ich auch so schon alle Hände voll zu tun. Ist also schon ok für dieses Jahr, aber wie bringe ich ihm schonend bei, dass ich nächstes Jahr selbst einen Kalender machen (und befüllen!) will?

    1. Hui, Danke Dir!
      Über den Kalnder wird der Größere sich doch garantiert massiv freuen! Und ich finde ja, so mit Baby gildet fast alles, was einem das leben leichter macht. Wegen der Perspektive: ich denke ja auch immer so, zahlt sich auch ganz schön oft aus. So einen Playmobilkalender würde ich glaube ich komplett zerlegen und die Teile auf 24 kleine Päckchen aus Schmierpapier oder Stoffresten oder was Du halt zu Hand hast packen. Dann hast Du nicht so diesen Produkt- und Markencharakter im Vordergrund und nächstes Jahr gibt´s dann eben keine Stoffpäckchen sonderen was Du Dir bis dahin einfallen lässt aber die Richtung wäre dann schonmal gelegt ;-)
      Ganz herzliche Grüße zu Euch!!!

  7. Meine Kinder bekommen jedes Jahr zwei gekaufte Kalender aus Stoff, die ich mit einzeln verpacktem Süßkram befülle. Diese Kalender stammen noch aus meiner Kindheit, erst gab es nur den einen, den wir uns zu dritt (!) teilen mussten. Ich gab mich immer ganz bescheiden und ließ den Schwestern großzügig den Vortritt, sodass ich daraufhin alle durch drei teilbaren Türchen abräumen durfte. Dazu gehörten natürlich Nummer 6 und 24 mit Nikolaus und Weihnachtsmann aus Schoki. :-D

    Irgendwann kam ein zweiter gekaufter Stoffkalender dazu, den ich nur noch mit einer Schwester teilen musste, weil die andere zu Hause ausgezogen war und jedes Jahr einen eigenen bekam, den sie sich mit ihrem Freund teilen musste. Ich weiß noch, das waren Päckchen in Geschenkpapier, die meine Mama mit Geschenkband am Ofenrohr (oder war’s ein Wasserrohr?) festgeknotet hat.

    Als ich zu Hause ausgezogen bin, bekam ich jedes Jahr weiterhin den zuerst angeschafften Kalender, bis ich etwa Mitte zwanzig war. Irgendwann bekam ich die beiden leeren Kalender, um sie für meine Kinder benutzen zu können.

    Ich suche noch nach einer Alternative zur Verpackungsflut beim Süßkram. Süßigkeiten einfach so in die Filztaschen zu stecken, finde ich nicht so lecker. In dünnes Papier einnähen oder -wickeln wäre schon besser, aber vielleicht gibt es ja noch eine andere Idee?

    Liebe Grüße,
    Henriette

    1. DAS ist mal nachhaltig! Und auch echt einfach schön! Das mit dem.Naschkram ist natürlich ein Dilemma. Fallen bei Euch diese festen Verpackungen vom Kaffee an? Schätze mit der dicken Folie müsste das gut klappen?

      1. Das ist DIE Idee!
        Zwar nicht beim Kaffee, aber unsere Cornflakes & Co. sind ja immer in so Folientüten, die könnte man benutzen und selbstgemachte oder gekaufte Süßigkeiten darin einzuwickeln.

        Danke!

        Liebe Grüße,
        Henriette

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