Die Bahn, der Lütte und ich

Stuttgart 21 Hauptbahnhof Zug Bahn DB Baby Kleinkindabteil Langstrecke HamburgLetzte Woche war ich ja mit dem Lütten bei meinen Eltern „im Süden„. Wie immer mit dem Zug. Und wie meistens mit ohne der Groszer. Der musste schuften. Man sollte meinen ich hätte mich inzwischen daran gewöhnt, aber das Gegenteil ist der Fall. Jedes Mal sind wieder ein paar Monate vergangen, der Lütte kann tolle neue Sachen (Kinkerlitzchen wie z.B. Laufen, Klettern, weniger schlafen) und ich mach mir wieder total ins Hemd.

Vollkommen unnötig! War gar nicht schlimm. Auf der Hinfahrt kam es zwar zu einem unangenehmen Zwischenfall (ich hatte ihn grade zum schlafen hingelegt, da stürmte ein Typ etwas rüde das Abteil und dann war er wieder wach und dann wollte er sich nicht wieder beruhigen lassen und dann hab ich auch fast geflennt und dann hat er sich doch beruhigen lassen und dann war plötzlich alles wieder gut ; ) und auf der Rückfahrt waren wir anderthalb Stunden zusammengepfercht mit freundlichen aber deutlich angeheiterten Jugendlichen (Die waren wohl allesamt auf dem Weg zum Wasen. Am frühen Morgen. Die glücklich verantwortungslosen, die) aber auch das ging vorüber. Genauso wie die jeweils 8 Stunden Fahrt.

Als rettend oder praktisch erwiesen haben sich:

Ein sehr stabiler aber ultraleichter (und einhändig faltbarer) Buggy – mein oller Trekkingrucksack – „neues“ = unbekanntes Spielzeug – neue Bilderbücher im besonderen – die Tragehilfe (Tuch wäre sicher auch gut aber im Zug hat man ja nicht so die Bewegungsfreiheit beim Umbinden und der Lütte ist schwer. 15 kg schwer.) – jede Menge „interessantes“ Essen – eine vorzeitige Reservierung im Kleinkindabteil des ICE (bei langen Strecken ganz, ganz wichtig. Und noch wichtiger: nicht im IC. Das taugt leider überhaupt nicht) – tolle Mitreisende – und, meine persönliche aber immer wieder gemachte Erfahrung: wirklich ausgesprochen kinderfreundliches Personal bei der Bahn.

Fahrt ihr oft Zug? Lange Strecken? Mit Kindern? Vor dem Lütten fand ich es sogar richtig entspannend, lange Strecken Zug zu fahren. Ist so ein zeitloser Raum. Man setzt sich hin und der Zug fährt und man kann sich nicht beeilen, denn es dauert so lange es dauert und dann kommt man an. Gut zum lesen oder lernen oder nachdenken und um sich ein paar Notizen zum Nachgedachten zu machen.

Das Bild oben zeigt übrigens etwas was bei mir (wie wohl bei vielen) starke nostalgische Heimatgefühle auslöst und das es so bald nicht mehr geben wird: Die überirdische Einfahrt in den Stuttgarter Hauptbahnhof. Und wenn ihr noch geheime Überlebenstipps für das Umsteigen da braucht, dann meldet Euch. Ich hätte da noch zwei.

 

3 Kommentare zu “Die Bahn, der Lütte und ich

  1. ich versuche so wenig wie möglich zug zu fahren. berlin – hamburg ist bei mir echt das höchste der gefühle :) respekt, dass du das sogar mit dem lütten gut auf die reihe bekommst! liebe grüsse, holunder

  2. Also ich bin vor drei Wochen nach langer Zeit mal wieder mit dem Zug gefahren und habe sowohl auf Hin- als auch auf Rückfahrt meinen Anschlusszug verpasst *grrr*. Nächstes Mal fahr ich wieder Auto!
    Liebe Grüße, Goldengelchen

  3. Jawohl, Kleinkindabteil + „interessantes Essen“ + „neues“ Spielzeug (insbesondere Bücher). Und Malzeug. Auch bei uns die bewährte Formel für Zugreisen, und auch für unsere lange Reise nach Brasilien. Im Zug hilft es allerdings auch, wenn der Herr Papa nicht schuften muss, sondern mitreist, und mit dem Töchterchen (wahlweise Söhnchen) halbe Ewigkeiten durch den Zug läuft. :) Da hat dann das Zugfahren sogar schon fast wieder was von dem (gut beschriebenen) „zeitlosen Raum“, wenn Muttern erwähnte halbe Ewigkeiten ohne Kind und Mann im Kleinkindabteil sitz….. ;)

    Übrigens werde ich jetzt mal auf „Follow“ klicken.
    Du liest Dich zu nett.
    ;)

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